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Erfolg bei Jugend forscht Drucken

Ein bisschen stolz und sehr zufrieden

Ottobrunn/Trostberg (tve). Mit zwei Urkunden im Gepäck ist Karin Lischka vom Jugend-forscht-Regionalentscheid in Ottobrunn an das Hertzhaimer-Gymnasium Trostberg zurückgekehrt. Sie gewann zum einen den Sonderpreis der Jury, zum anderen kam sie in ihrer Kategorie Biologie auf den zweiten Platz und ist damit die erste Hertzhaimerin mit einer vorderen Platzierung. Zu verdanken hat sie dies ihren Studien einer Hengstherde.

Karin LischkaDer Preis war für die 19-Jährige Trostbergerin eine schöne Überraschung, „weil ich nicht damit gerechnet hatte. Ich habe aber schon vermutet, dass ich in der engeren Auswahl bin, weil bei meinem Stand so viel Juroren rumgestanden sind“. Zuerst bekam sie den Sonderpreis und hat gar nicht mehr mit einem weiteren Preis gerechnet. „Ich hatte mich schon hingesetzt, um zu entspannen.“ Als sie ihren Preis bekam, fühlte sie sich etwas unwohl, als Christoph Hillenbrand, der Regierungspräsident von Oberbayern, sie bat, ihr Thema zu erklären. „Da musste ich ins Mikrofon ganz kurz sagen, worüber ich vorher eine halbe Stunde lang erzählt hatte.“

Aber die zwei Tage in Ottobrunn hatten für sie auch angenehme Seiten. Bei der Preisverleihung begeisterte sie der Auftritt eines Lachtherapeuten: „Der hat den Saal zum Lachen gebracht. Vorher war es eher eine steife Veranstaltung.“ Außerdem hat sie zahlreiche Kontakte geknüpft – vorrangig zu anderen Teilnehmern.

Zu ihrem Thema „Verhaltensbiologische Untersuchungen an einer Hengstherde“ ist sie durch ihr Hobby Reiten gekommen. Die Hengstherde, die sie für ihre Biologie-Facharbeit untersucht hat, befindet sich an der Mittermühle in Tacherting. Durch ihr Interesse für Pferde war sie ohnehin drei- bis viermal in der Woche dort. In den Allerheiligenferien 2008 kam sie dann täglich dorthin, um die Tiere zu filmen. Sie hat einen Versuch entwickelt, mit dem man die Rangbeziehungen der Herdentiere analysieren kann – isoliert von Freundschaften und Respektverhalten.

Während sich die Forschung bisher auf Stutenherden mit einem Hengst, sogenannte Haremshengstherden, konzentrierte, beobachtete Karin reine Hengstherden. Daraus konnte sie Aufschlüsse über die Bedeutung und Besonderheiten von Hengstherden aber auch Gemeinsamkeiten mit Haremshengstherden ziehen.

Die Jury beurteilte Karins Vortrag bei „Jugend forscht“ als „getragen von soliden Fachkenntnissen und der großen Begeisterung für ihr Thema“. Sie habe ihre Versuche zweckmäßig ausgedacht und ihre Ergebnisse überzeugend dokumentiert. Belohnt wurde die Leistung mit einem Preisgeld von 60 Euro. Da nur der Erste in den bayerischen Landesentscheid kommt, ist Karins Forscherkarriere vorerst wieder zu Ende. Für sich zog sie ein positives Fazit: „Ich bin ein bisschen stolz und sehr zufrieden.“ Auf ihren Lorbeeren kann sie sich nicht lange ausruhen, da das Abitur naht. „Aber man wächst ja auch.“

 
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Dienstag, 07. September 2010
 
 
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